Calabrien-Ein Stück Hölle auf Erden

Auch nach vielen Jahren im Tierschutz fällt es mir sehr schwer, diese Zeilen zu schreiben. Ich habe viel gesehen, gehört und erzählt bekommen, aber selbst die vielen kleinen Erfolge können mir diese Traurigkeit nicht nehmen, die mich befällt, wenn ich so etwas sehe. Ich sehe meine Hunde an und denke: Ich hab euch so lieb, ihr habt ein weiches Körbchen, bekommt genug zu essen, werdet gekuschelt und rundum versorgt. Ich wünschte, es würde jedem Hund so gehen!

Die Bilder erreichten mich schon vor einigen Tagen. Allerdings war ich nicht in der Lage, einen entsprechenden Text zu verfassen. Es bohrt sich wie ein Messer in mein Herz wenn ich diese kleinen , unschuldigen Seelen sehe. Während ich hier auf meinem weichen Sofa an meiner warmen Heizung sitze, wird es in Italien langsam Winter. Es regnet, es ist kalt und der Wind pfeifft durch alle Ritzen. Mir schießen unweigerlich Tränen in die Augen und ich frage mich, wie lange ich das noch ertragen kann.

In dem Shelter, sind die Hunde in “Sicherheit”. Sie können nicht beschossen, geschlagen oder angefahren werden, aber es ist kein Ort, wo sich ein Hund wohlfühlen kann. Es fehlt an Geld, Helfern, Futter, tierärztlicher Versorgung………es fehlt an allem.

Es gibt auch in Italien Menschen, die ihr Bestes geben…..aber bei der Vielzahl der Hunde und der verschindend geringen Anzahl an Menschen, kommt jeder schnell an seine Grenzen.

Wir möchten helfen! Wir möchten versuchen, Familien zu finden, die diesen lieben Wesen ein Zuhause geben. Wir möchten Geld sammeln um anständiges Futter, Tierarztkosten und Medikamente bezahlbar zu machen. Auch wenn wir nicht alle aus dieser Hölle befreien können, können wir versuchen, den Aufenthalt dort etwas angenehmer zu machen.

Viele der Hunde sind krank, können aber weder untersucht noch behandelt werden. Ronja z.B., dass schwarz-weiße Setter-Mix-Mädchen. Sie wurde entweder geschlagen oder angefahren, aber der Bruch (evt. die Brüche) wurde nie behandelt. Alles ist schief und krumm, das macht es ihr auf dem unebenen Untergrund nicht leicht, sich fort zu bewegen. Auch der harte Betonboden ist nicht toll für die kaputten Knochen.

In fast allen Gesichtern kann man Angst oder Resignation sehen. Viele geben sich jeden Tag ein Stück mehr auf! Ich werde nach und nach über einzelne Hunde berichten. Ebenso werden wir natürlich immer mitteilen, was mit den Spenden erreicht werden konnte. BITTE HELFT UNS!!!!